Geschichte

Die Lehren der Sufii – Wer sind die Sufii?

«Der Körper gleicht einem Brief. Wirf einen Blick hinein und sieh dir an, ob dieser Brief den Blick des Schöpfers verdient.Tritt zur Seite und lies den Inhalt des Briefes erneut. Wenn dieser Brief es nicht verdient, dass der Schöpfer seinen Blick hineinwirft, lösche den Inhalt. Ändere ihn und schreibe einen neuen Brief. Einen Brief deines Lebens.»

Sufistischer Gelehrter Dschalal ad-Din ar-Rumi, der im 13. Jh. lebte

Sufii stellen eine geistige Bruderschaft dar, deren Ursprung Tausende von Jahren zurück liegt. Sufii werden bereits in der vorchristlichen Zeit in einigen Abhandlungen erwähnt. In vielen Schriften aus vergangenen Jahrhunderten werden Sufii als Menschen beschrieben, die über geheimes Wissen verfügen und sowohl heilende als auch hellseherische Fähigkeiten besitzen. Im Übrigen ist das Ausbleiben einer breiten Publizität über diese Schule durchaus erklärbar. Denn wäre dies nicht der Fall, würde die Sufii widerwillig zu einer Sehenswürdigkeit für Schaulustige werden. Doch Sufii streben nicht danach, zu überraschen oder gar zu verblüffen. Sie sind mit wesentlich wichtigeren Dingen beschäftigt.

«Ein Kenner sieht es, ein Nicht-Kenner bleibt blind. »

Das Wissen, das die Sufii offengelegt haben, überrascht in seiner Effektivität. Es ist äußerst wirkungsvoll in Bezug auf die Selbstregulierung der Gesundheit und der Aufdeckung versteckter Potenziale des Menschen. Menschen, denen die Kreativität abhandengekommen ist, finden mit Hilfe dieser Praktiken den Weg zurück zu den Quellen ihrer Ideen. Das Geheimnis dieser möglichen Veränderungen liegt darin, dass Sufii die menschliche Natur gründlich erforscht haben. Sufii sind Menschen, die die Information mit Hilfe der Erleuchtung und des intuitiven Denkens erwerben. Dank dieser Vorgehensweise wissen Sufii wie man z. B. die Gesundheit des Menschen ohne wissenschaftliche Geräte wiederherstellt. Heutzutage wird dieses Wissen, welches von Sufii mit Hilfe der Erleuchtung enthüllt wurde, von den Wissenschaftlern in der Praxis bereits bestätigt.

Sufii unterteilen ihr Training in mehrere Etappen, die anhand ihrer Handlung unterschieden werden. Die Sufii-Makhfia erforschen die Welt der inneren Zustände. Auf dieser Etappe findet das eigene Kennenlernen, die Erforschung der Wahrnehmungsarten und deren Erweiterung statt. Die Sufii entwickeln mentale Fähigkeiten, Muskelenergie und die Konzentration der Gedanken. Die innere Verwandlung Makhfia dauert bis zu der Bereitschaft des Sufi, seine Fähigkeiten als Hilfe für den Aufbau der Welt zu verwenden. Dies kann auf unterschiedlichste Art und Weise zum Ausdruck gebracht werden. Lehre – Bau – das eigene Business – Sport – der Sufi verfolgt das Ziel, die Entwicklung der Welt wieder in die schöpferische Bahn zu lenken. Die Handlung führen die Sufii im Zustand von Dzhakhria aus. Die Sufii-Dzhakhria realisieren die Aufgabe, die sie sich gesetzt haben. Sie realisieren den Plan, in dem sie mental bereits alle zu überwindenden Etappen sehen.

«Um nicht in einem großen Dilemma zu landen, behalte immer das Ende im Auge.»

Wenn die Zivilisation sich lediglich in die technokratische Richtung entwickelt, werden die Menschen immer schwächer und abhängiger. Durch den Taschenrechner hat der Mensch bereits verlernt, mit seinem eigenen Kopf zu rechnen. Der PC hat ihn von der persönlichen und lebendigen Kommunikation “befreit“. Mit jedem Jahr entfernt sich der Mensch mehr und mehr von sich selbst und seiner Seele. Im Gegenzug bekommt er immer häufiger Depressionen, Neurosen oder andere Erkrankungen. Wenn der Mensch sich weiterhin von sich selbst entfernt, wird er stets schwächer werden. Ohne Wurzeln kann es keinen Baum geben, ohne Stamm und ohne Zweige kann es keine Früchte geben. Der Mensch besteht nicht nur aus physischer Materie, deshalb muss er sich mit seiner Seele beschäftigen. Sufii sehen ihre Aufgabe darin, die Menschen immer wieder an diese Information zu erinnern. Im Körper jedes Menschen lebt seine Seele, seine Göttlichkeit. Sufi wollen die Menschen daran erinnern, dass sie das Ebenbild ihres Schöpfers sind.

«Beginne deine Reise mit unverdecktem Gesicht und fürchte dich nicht davor, die einfache Geschichte zu erzählen, wie der Wind in der Wüste rauscht und am Hals des Kamels das Glöckchen klingelt. »

Die Grundlage der sufiitischen Praxis ist eine mystische Liebe zum Universum. Der Begriff «Liebe» in diesem Kontext unterscheidet sich von der gängigen Bezeichnung der Liebe. Im Fall der Sufii ist «Liebe» oder «Ischk» eine feine Einstellung auf die Vereinigung mit der Welt. Nach dem ein Mensch eine solche Liebe gelernt hat, wird er Depressionen für immer vergessen und von Ängsten und Enttäuschungen loskommen. Die Ursache solcher Zustände entsteht aus dem Gefühl, auf dieser Welt fremd zu sein. Die Entfremdung von der eigenen Natur in Richtung des Materiellen zwingt den Menschen dazu, das Leben als einsam und sinnlos zu empfinden. Das Erlernen der sufiitischen Gefühlsmethode ist wie eine Rückkehr nach Hause unter die Obhut der weisen Eltern. Sich auf dieser Welt wie im elterlichen Haus zu fühlen ist sehr wichtig für die Gesundheit und ein erfolgreiches Leben. Der Weg zu einem solchen Weltbild führt über die innere Reise Makhfia. Sufii entwickeln mit Hilfe der Praxis, die Zikr genannt werden, intuitive ekstatische Inspiration, die ihnen dabei hilft, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Das sufiitische Übungsprogramm ist einzigartig. Es wurde von Meistern durch gefühlsmäßige Erleuchtungen entwickelt. Es lässt den Menschen seine mentalen Fähigkeiten entwickeln und die Geheimnisse aufdecken, die der Mensch von Gott erhalten hat. Heute wurde mit Erlaubnis und Segen des Führers der sufiitischen Schule Nakshbandiya, Herrn Pir Hazrat Ibrahim Haddschi, eine praktische Richtung der sufiitischen Schule Nakshbandiya gegründet. Im Rahmen dieser Richtung bringen Herr Dr. Muzaffar Haddschi Usmanov und Nikolay Tretyakov, praktizierender Psychologe, den Menschen diese einzigartige Praxis bei.